Großräumiges Radwegenetz
Das Konzept wurde zuletzt im Jahr 2003 fortgeschrieben und dabei komplett überarbeitet. Dazu hat der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Behörden, Kommunen und dem ADFC die Aktualität der Inhalte überprüft.
Nach dieser Überarbeitung liegt nun erstmals für alle geplanten Trassen auch eine landespflegerische Risikoeinschätzung vor.
Bei der Risikoeinschätzung wurde berücksichtigt, ob eine Trasse durch ein Gebiet führt, das:
- ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG) ist,
- eine Fläche nach Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) ist,
- nach der Vogelschutzgebiet-Richtlinie (VSG-Richtlinie) gemäß den EU-Vorgaben geschützt ist.
Zum anderen erfolgt eine Verschneidung mit der Planung Vernetzter Biotopsysteme (VBS) im Streckenabschnitt geplanter Radwege. Besonderes Augenmerk wird hier auf die nach § 24 Landespflegegesetz (LPflG) geschützten Biotope gelegt. Die Darstellung erfolgt in den Tabellen und Karten der „Fortschreibung des Großräumigen Radwegenetzes“.
Die Ergebnisse werden in einem gesonderten Prüfbericht festgehalten und liegen den örtlichen Dienststellen des LBM vor.
Digitale Datenbank
Das „Großräumige Radwegenetz“ von Rheinland-Pfalz steht auch in digitaler Form zur Verfügung. Die Darstellung dieser landesplanerischen Zielvorgabe erfolgt weiterhin im Maßstab 1:200.000. Zusätzlich wird das digitale Kartenwerk trassengenau im Maßstab 1:25.000 auf Basis des ATKIS dargestellt. Die analog erfassten Streckenführungen sind mittels moderner Geoinformatik digital in das RADwegeInformationsSystem (RADIS) eingearbeitet. Das Programm bietet außerdem zusätzliche Fachinformationen wie die zuständige Verwaltung oder den Planungsstand für jeden einzelnen Radwegeabschnitt.
Das System kann mit wichtigen Zusatzinformationen ergänzt werden, wie z.B. Angaben zur Radwegebefestigung oder Wanderparkplätzen, wenn die Daten mittels GPS erfasst und nach entsprechenden Vorgaben zugeordnet werden können.
Mit der Einrichtung des Radroutenplaners unter www.radwanderland.de 2008 stehen jedem Bürger die geprüften Daten kostenfrei für die private Nutzung als Download zur Verfügung.
Im Internetportal des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erhalten Sie weitere Informationen auch zum „Nationalen Radverkehrswegeplan“ und aktuellen Entwicklungen in anderen Bundesländern.



