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Stand: Oktober 2012

Neue Nibelungenbrücke

Neue Nibelungenbrücke Worms, B9 und B47
Projekt: Neue Nibelungenbrücke Worms, Umbau der B 9 und B 47

Grund der Maßnahme

Der Verkehr im Wormser Stadtgebiet hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Insbesondere entlang den Trassen der Bundesstraßen 9 und 47 ist das Verkehrsnetz überlastet. Hinzu kommt, dass zwischen Mainz und Ludwigshafen die B 47 die einzige Möglichkeit darstellt, den Rhein zu überqueren. Der zunehmenden Verkehrsdichte wurde die bisherige Straßenführung nicht mehr gerecht. Die Planung einer zweiten Rheinbrücke sowie der Ausbau des Knotenpunkts B 9/B 47 war notwenig.
Im September 1983 stimmte der Wormser Stadtrat den Plänen der rheinland-pfälzischen Straßenverwaltung zu, eine neue Rheinbrücke parallel zur alten Nibelungenbrücke zu errichten und den Verkehrsknotenpunkt auszubauen. Auch das Land Hessen und der Bund stimmten dieser Vorgehensweise zu.


Das Gesamtvolumen der Baumaßnahme beträgt rund 76 Millionen Euro.

Die neue Brücke wurde im September 2008 fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben. Nach der Freigabe wurde die alte Nibelungenbrücke für den Verkehr gesperrt, um sie zu sanieren. Hierfür ist die hessische Straßenbauverwaltung zuständig. Nach der Sanierung, die voraussichtlich bis Ende 2012 dauert, kann der Rhein über zwei Brücken mit jeweils zwei Fahrspuren überquert werden.

Verlauf der Um- und Ausbaustrecke

Einweihung der neuen Nibelungenbrücke in Worms Quelle: KVG Worms - Rudolf UhrigDie neue Brücke über den Rhein liegt parallel zur alten Nibelungenbrücke. Sie beginnt in der verlängerten Kyffhäuserstraße in Worms und endet auf hessischer Seite am Hochwasserdamm. Die Lage der neuen B 9 entspricht zwischen Kyffhäuserstraße und Schlachthof in etwa ihrem bisherigen Verlauf. Vor der Ernst-Ludwig-Schule rückt sie circa 100 Meter von der Bebauung in Richtung Rhein ab. Dies ist notwendig, um für die erforderlichen Verbindungsrampen Platz zuschaffen. Bis etwa zur Neuturmstraße verläuft die neue Trasse östlich der alten B 9. In Höhe der Liebfrauenkirche entspricht der Verlauf wieder ihrer bisherigen Lage. Die Baumaßnahmen an der B 9 erstrecken sich über eine Länge von rund 1,8 Kilometern. Die Baumaßnahmen an der B 47 beginnen stadtauswärts auf der Kyffhäuserstraße in Höhe der Gießenstraße. Stadteinwärts erstrecken sie sich bis zum Rheintorplatz. Insgesamt wird die B 47 auf rund einem Kilometer umgebaut.


Aktuelle Stand


Seit 2010 wird die alte Rheinbrücke saniert. In November 2011 haben die Bauarbeiten zur Umgestaltung der alten Bundesstraßentrasse B 9 in eine Anliegerstraße begonnen. Seit Frühjahr 2012 laufen die Arbeiten zur Neugestaltung des Barbarossaplatzes.

Hier der Übersichtsplan


Noch zu erledigende Maßnahmen


Ende 2012 wird mit der Umgestaltung des vor der Erst-Ludwig-Schule gelegenen Küchlerplatzes begonnen werden. Der zwischen den Brückenauf- und abfahrten gelegene in etwa dreieckige Platz wird zukünftig attraktive Grünanlage und Verknüpfungs- und Orientierungspunkt für Radfahrer auf dem Weg über die beiden Rheinbrücken.


Nach derzeitigem Stand werden im Jahr 2012 die Planunterlagen für die Fußgängerüberführung an der Karl-Hofmann-Anlage überarbeitet und mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt. Ab dem Jahr 2013 kann mit dem Bau der Fußgängerüberführung gerechnet werden.


Bisheriger Verlauf der Baumaßnahme


1997 wurde mit der baulichen Umsetzung der Gesamtmaßnahme begonnen. Benötigte Flächen am alten Schlachthof und im Floßhafen wurden freigeräumt. In großem Umfang mussten Trassen von vorhandenen Versorgungsleitungen verlegt bzw. gänzlich neu hergestellt werden.


Als Ausgleich für den Rheinpegelanstieg durch die neue Rheinbrücke wurde im Wormser Naherholungsgebiet „Bürgerweide“ ein großer Überschwemmungsraum angelegt.


Da die Bundesstraße B 9 nach dem Ausbau näher am Rhein verläuft, musste in den Jahren 2003/ 2004 der große Wormser Festplatz in eine neue Lage gebracht werden.


Der Standort der Wormser Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtsamtes Mannheim befand sich bis zum Brückenneubau unterhalb der alten Brücke im „Winterhafen“. Auch hier hier wurde eine Verlegung erforderlich. Die neuen Dienstgebäude und der dazugehörige Hafen befinden sich nun im östlichen Teil des ehemaligen Schlachthof-Geländes, das an den Floßhafen angrenzt.


Auf einer Länge von mehr als 700 Metern wurden die Vangionenstraße und im weiteren Verlauf die Floßhafenstraße bis zur Kreuzung mit der Rheinstraße verlegt und ausgebaut.


Zum Schutz vor Straßenlärm wurde entlang der B 9 im Abschnitt zwischen Gernotstraße/Gibichstraße und dem Hohenstaufenring eine Lärmschutzwand errichtet.


Ende 2009 wurde die neue Straßenführung mit Unterführungs- bzw. Trogbauwerk am Knotenpunkt B 9/B 47 fertiggestellt. Die B 9 führt seither unter den Brückenrampen der B 47 hindurch. Bereits Anfang August 2009 wurden im Bereich des Festplatzeingangs die Arbeiten an der Überführung der B 9 über die städtische Rheinstraße abgeschlossen. Seit diesem Zeitpunkt kann der untere Teil der Rheinstraße zur Rheinpromenade wieder befahren und der Fußweg genutzt werden.


Mitte 2011 wurde die Erdaufschüttung für die westlich und östlich der B 9 gelegenen Rampen der zukünftigen Fußgängerüberführung an der Karl-Hofmann-Anlage abgeschlossen. Diese müssen sich nun über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr setzen, bevor mit dem Bau der Fußgängerüberführung begonnen werden kann.


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